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Landraub. 

Profitstreben gräbt die Äcker um

Ausländische Investoren kaufen in Entwicklungsländern immer mehr Ackerflächen, um dort auf Plantagen industrielle Landwirtschaft zu betreiben. Das ist nicht neu, aber diese Art der Landnahme hat in den vergangenen Jahren so drastisch zugenommen, dass dafür ein neuer Begriff geprägt wurde: „Land Grabbing“, auf Deutsch auch „Landraub“ genannt. Allein zwischen 2006 und 2009 wurde nach Schätzungen flächenmäßig ein Viertel der Ackerfläche in der Europäischen Union an Investoren vergeben. Kritiker monieren, dass Regierungen vor allem in ärmeren, überwiegend afrikanischen Ländern Geld durch Landvergabe verdienen. In den betroffenen Ländern lebt die eigene Bevölkerung überwiegend von der Landwirtschaft, wobei sie oft selbst nicht genug Ackerfläche hat. Die Regierungen der betroffenen Länder argumentieren, dass sie das Geld, das sie durch die Landvergabe verdienen, für die Entwicklung ihrer Länder nutzen können. Fluch oder Segen? RadioWissen untersucht die Auswirkungen des „Landgrabbing“ auf die betroffenen Länder.

Bayern2, RadioWissen, 23. November 2017, 9:05 und 15:05